Freitag 18.06.2010 | 20.00 Uhr

Detailliertes Programm:
Vivaldi & Bach: „Barocke Begegnungen“
Antonio Vivaldi (1678 - 1741)
Konzert d-moll für 2 Violinen, Streicher und B.c. RV 514
Allegro non molto
Adagio
Allegro molto
“Qual per ignoto calle" RV 677
für Alt und B.c.
Recitativo "Qual per ignoto calle"
Aria "Quel passagier son io" (Andante)
Recitativo "Deh più non regni nel tuo gentil petto"
Aria "Qual doppo lampi e turbini" (Allegro)
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Konzert für 2 Violinen, Streicher und B.c. d-moll BWV 1043
Vivace
Largo ma non tanto
Allegro
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
für Traversflöte, Violine, Cembalo solo, Streicher und B.c.
Allegro
Affetuoso
Allegro
„Verstummt ihr holden Saiten“ für Mezzosopran, Streicher und B.c.
aus: „Lass Fürstin, lass noch einen Strahl“ Trauer-Ode für Christiane Eberhardine, Königin von Polen und Kurfürstin von Sachsen BWV 198
„Et exultavit spiritus meus“ für Mezzosopran, Streicher und B.c.
aus: Magnificat D-Dur BWV 243
Julie Comparini, Alt
Veronica Kröner und Sabine Lier, Barockvioline
Christine Brandauer, Traversflöte
Salzburger Hofmusik
Leitung, Cembalo & Orgel: Wolfgang Brunner
Informationen:
1991 gründete der Salzburger Musiker Wolfgang Brunner unter dem Namen Salzburger Hofmusik ein Ensemble in variablen Besetzungen vom Trio bis zum Orchester. Die Programme umfassen hauptsächlich Werke vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert, wobei die Musik der Hofkapelle unter den Salzburger Fürsterzbischöfen einen Schwerpunkt des Repertoires setzt. Der Name "Salzburger Hofmusik" stammt aus dem 18. Jahrhundert und bezeichnete damals im Volksmund die fürsterzbischöfliche Hofkapelle. Gleichzeitig werden Programme erarbeitet, die Salzburgs Einbettung in die Musikgeschichte der österreichischen und der europäischen Kulturtradition aufzeigen. Dazu gehören die wissenschaftliche Aufarbeitung, insbesondere die Erschließung neuer, bisher nicht beachteter oder zu Unrecht vergessener Quellen. Im Sinne einer möglichst authentischen Darbietung spielt das Ensemble hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) auf historischen Instrumenten oder originalgetreuen Kopien. Die Verwendung historischer Instrumente und stilistische Erkenntnisse der Aufführungspraxis geben einen lebendigen Eindruck von der faszinierenden Farbigkeit in der Musik jener Zeit. Das Ensemble wurde u. a. eingeladen zu den Festivals für Alte Musik in Brügge, Utrecht und Herne, zur Salzburger Mozartwoche, zum Kissinger Sommer sowie zu Konzerten in Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien, Russland, der Türkei und Israel.
Wolfgang Brunner blickt zurück auf vielfältige Studien: 1977 - 1981 studierte er Schulmusik an der Musikhochschule München und 1982 - 1986 Klavier mit Hans Leygraf an der Musik-Universität Mozarteum Salzburg. Von 1985 - 1989 studierte er Cembalo mit Liselotte Brändle, Kenneth Gilbert und Glen Wilson, Hammerklavier mit Eckart Sellheim und Richard Fuller sowie Historische Aufführungspraxis mit Nikolaus Harnoncourt. Seit 1985 unterrichtet er Historische Tasteninstrumente, Generalbass, Klavier, Klavierimprovisation und -didaktik am Mozarteum, 1990-1992 auch Hammerklavier an der Musikhochschule Karlsruhe.
1988 war er Erster Preisträger des Internationalen C.P.E. Bach Wettbewerbes Hamburg in den Kategorien Cembalo und Hammerklavier und erhielt den Hammerklavierpreis der deutschen Grammophongesellschaft. 1989 war er Erster Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerbes Brügge in der Sparte Hammerklavier.
1989 gastierte er bei fast allen bedeutenden europäischen Festivals für Alte Musik (u.a. Utrecht, Brügge, Herne) und gilt heute als einer der führenden Spezialisten seiner Generation. Zu seinen Partnern zählen dabei bekannte Interpreten der "Alten Musik-Szene" wie z. B. Michael Schopper, Barbara Schlick, Gerd Türk, Konrad Hünteler oder das Freiburger Barockorchester. Außerdem arbeitete er solistisch als Continuospieler immer wieder mit bekannten Dirigenten wie Sandor Vegh, Franz Welser Möst, Helmut Rilling, Silvain Cambrelin zusammen (u. a. bei den Salzburger Festspielen).
1991 gründete er das Ensemble "Salzburger Hofmusik", das sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, mit der Musik des 17. bis
19. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten beschäftigt, wobei die Musik des Salzburger Hofes einen Schwerpunkt im Repertoire einnimmt.